Skidaumen - Bezeichnung, Ursache und Behandlung

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Bei Stürzen ist die Überdehnung der Daumensehne ("Skidaumen") beim Verfangen des Daumens in den Skistöcken eine der häufigsten Verletzungen.

Der so genannte Skidaumen ist eine häufig auftretende Folge von Sportunfällen, bei denen der Daumen zu sehr von der Hand abgespreizt und dabei stark nach außen überdehnt wird. Als Folge von dieser Überdehnung reißt das innere Seitenband des Daumens ein oder sogar ab, manchmal auch mit einem Stück vom Knochen.

Die Bezeichnung Skidaumen

Die Bezeichnung Skidaumen hat sich im Volksmund verbreitet, da Skifahrer von dieser Verletzung besonders häufig betroffen sind. Bei Stürzen kann sich die Hand schnell ungünstig in der Schlaufe des Skistockes verfangen, was zum Beispiel beim Aufprall auf dem Schnee zu der typischen starken Überdehnung des Daumens führen kann.

Aber auch bei anderen Sportarten, die mit einer besonderen Belastung der Finger verbunden sind, kann der Skidaumen als Verletzung auftreten. Zu diesen gehören zum Beispiel Ballsportarten, Bodenturnen, Geräteturnen oder auch bestimmte Kampfsportarten. Im Alltag können ebenfalls Situationen auftreten, aus denen ein Skidaumen als Verletzung resultiert.

Aufbau des Daumens

Der menschliche Daumen verfügt insgesamt über zwei Knochen und drei Gelenke, vom körpernahen Daumensattelgelenk über das Daumengrundgelenk bis zum Endgelenk. Durch diese Gelenke besitzt der Daumen eine große Beweglichkeit und kann den anderen Fingern gegenübergestellt werden, was für die Funktionen des Greifens und Festhaltens sehr wichtig ist. Verschiedene Bänder sorgen für eine Stabilisierung des Daumens, da sie die Gelenke führen und stützen. Kommt es nun wie beim Skidaumen zu einem Riss (in diesem Fall des Innenbandes), ist eine Instabilität des betroffenen Gelenks die Folge.

Im Normalfall stabilisiert das innere Seitenband das Grundgelenk des Daumens auf der inneren Seite, die dem Zeigefinger zugewandt ist. Die medizinische Bezeichnung für den Bänderriss des inneren Seitenbandes beim Skidaumen lautet “Ruptur des ulnaren Kollateralbandes”. Manchmal kommt es zusätzlich zum dem Abriss des Bandes auch zu einer Absprengung des Knochens.

Skidaumen Folgen

Wenn das Seitenband des Daumens bei einer Skidaumen Verletzung reisst, ist dies in manchen Fällen sogar deutlich als eine Art Knacklaut zu hören. Die unmittelbare Folge ist dann normalerweise eine Schwellung des Gewebes im Bereich der Verletzung an der Daumenwurzel.

Zusätzlich kann ein Bluterguss (so genanntes Hämatom) entstehen.Typisch für die Daumenverletzung sind auch Schmerzen unmittelbar nach dem An- oder Abreissen des Bandes, die sich bei Druck auf die entsprechende Stelle sowie bei Belastung und Bewegung des betroffenen Fingers verstärken. Bei einem angerissenen oder ganz gerissenen Seitenband des Daumens fehlt dem Daumengrundgelenk die seitliche Führung.

Dementsprechend kommt es zu einer Instabilität und der Daumen knickt bei Gegendruck oder bei Belastung einfach seitlich weg. Bestimmte Bewegungen wie ein kraftvolles Zugreifen oder Drücken sind bei einem Skidaumen typischerweise kaum noch möglich. Wenn das Seitenband ganz durchtrennt wurde, lässt sich der Daumen zudem zur Seite wegklappen, wobei eine Aufklappbarkeit von mehr als 30 Prozent im Vergleich zur unverletzten Hand als sicheres Zeichen für einen kompletten Riss dient.

Maßnahmen bei Verletzung des Daumens

Besteht der Verdacht auf eine Skidaumen Verletzung, sollte für eine kompetente Diagnose und Behandlung immer möglichst zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Ein nicht ausreichend behandelter Skidaumen kann zu Folgeschäden führen, wie zum Beispiel:

  • einer Arthrose (Gelenkverschleiss) des Daumengrundgelenks
  • Fehlstellungen des Daumens
  • einer dauerhaften Instabilität des Gelenks, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Als Maßnahmen der ersten Hilfe sollte man die betroffene Hand ruhig halten und hoch lagern, außerdem ist eine Kühlung der verletzten Stelle sinnvoll, um die Schwellung möglichst gering zu halten. Dabei sollte man zum Beispiel Kühlkompressen aus der Apotheke verwenden und kein Eis direkt auf die Haut legen, da sonst Erfrierungen entstehen können.

Im Allgemeinen befragt der Arzt den Patienten beim Auftreten einer derartigen Verletzung des Daumens zunächst nach einem möglichen Unfallhergang und den auftretenden Beschwerden. Im Rahmen einer äußerlichen Untersuchung wird unter anderem die Beweglichkeit des Daumengelenks überprüft. Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme lassen sich dann Brüche und Ausrisse am Knochen diagnostizieren. Die Ergebnisse einer solchen Röntgenuntersuchung sind letztendlich maßgeblich für die Wahl der Therapie der Skidaumen Verletzung.

Skidaumen Therapie

Generell stehen mehrere Möglichkeiten der Therapie zur Verfügung. Grob unterscheidet man zwischen:

Konservativ lässt sich ein Skidaumen behandeln, wenn das Seitenband nur angerissen oder überdehnt, jedoch nicht ganz durchgerissen ist und wenn kein Knochenausriss vorliegt. Außerdem darf das Grundgelenk des Daumens nicht instabil sein.

Die konservative Behandlung des Skidaumens

Skidaumen konservative Therapie

Neben einem Tapeverband zur Ruhigstellung des Gelenkes und zur Stabilisierung der Bänder kann ein Skidaumen auch noch mit einer Schiene konservativ behandelt werden. Möglich ist diese Art der konservativen Therapie bei einem Bandanriss oder einer Überdehnung des Bandes.

Auch wenn eine Knochenabsprengung vorliegt und das Band noch intakt ist, kann mit einer Schiene behandelt werden. Dabei ist die Nutzung einer Gipsschiene oder einer Orthese (medizinische Schiene zur Ruhigstellung und Stabilisierung) möglich. So wird der Daumen über drei bis sechs Wochen ruhig gestellt, wobei sich die Schienen in der Regel selbst an- und ablegen lassen. Hieraus kann aber auch als Problem resultieren, dass das Gelenk nicht konsequent genug geschont wird, wodurch dann lang anhaltende Beschwerden entstehen können.

Wenn Schmerzen und Schwellung bei einem Skidaumen stark ausgeprägt sind, können zusätzlich zur Ruhigstellung auch schmerz- und entzündungslindernde Medikamente eingenommen werden. Dies sollte jedoch nur nach Absprache mit einem Arzt erfolgen, da derartige Arzneimittel vor allem bei längerer Einnahme viele Nebenwirkungen und auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben können. Im Rahmen einer Bewegungstherapie nach einer Ruhigstellung des Gelenkes von mindestens drei bis vier Wochen sollte langsam mit der Mobilisierung begonnen werden.

Dies kann man auch vorsichtig zuhause praktizieren, wobei eine langsame Steigerung der Belastung über viele Wochen erfolgen sollte. Sobald Schmerzen auftreten ist dies als Signal des Körpers ernstzunehmen, dass die entsprechende Bewegung oder Belastung noch nicht möglich ist. Besonders geeignet für eine Bewegungstherapie bei einem Skidaumen sind tägliche Handbäder in warmem Wasser für eine Zeit von etwa drei bis fünf Minuten. Dabei sollte man die Hand spielerisch und vorsichtig bewegen. Das Drücken eines Gegenstandes wie etwa eines Tennisballs ist gerade zu Anfang nicht zu empfehlen, da diese Bewegung das betroffene Seitenband viel zu stark belastet.

Die operative Behandlung des Skidaumens

Die Operation eines Skidaumens ist vor allem bei der Stener Läsion notwendig, ebenso beim Abbruch eines größeren, verschobenen Knochenstückes (Skidaumen Stadium 3). In beiden Fällen kann das verschobene Band anatomisch nicht von selbst wieder zusammenheilen, selbst bei einer entsprechenden Ruhigstellung. Generell ist eine Operation möglichst schnell nach dem Unfall anzuraten, da sonst die Gefahr der Vernarbung und Verkürzung des gerissenen Bandes groß ist. Wenn der Riss des Bandes schon länger zurückliegt und dieses bereits deutlich geschrumpft ist, wird in den meisten Fällen eine Sehne aus dem Unterarm zur Rekonstruktion (so genannte Baandplastik) verwendet, da das Band sich nicht mehr zusammennähen lässt. Dies ist ein deutlich aufwendigerer Eingriff und erzielt in der Regel weniger zuverlässige Ergebnisse als die normale Operation kurz nach dem Auftreten der Verletzung.

Bleibt das Gelenk trotz aller Bemühungen dauerhaft instabil oder hat sich bereits eine Arthrose entwickelt, kann dieses auch operativ versteift werden. Diese Möglichkeit der Therapie stellt für die betroffenen Patienten oft eine bessere Alternative dar, denn es erhöht die Funktionsfähigkeit des Daumens im Vergleich zu einem nicht stabilen Gelenk. Das Ziel der Operation besteht jedoch generell darin, das abgerissene Band richtig zu positionieren und wieder zu fixieren, so dass die volle Funktionsfähigkeit des Daumens wieder hergestellt wird.

Für den Eingriff wird im Bereich des Bandes am Daumengrundgelenk ein geschwungener, etwa vier bis fünf Zentimeter Schnitt gemacht. Ist das Band direkt am Knochen abgerissen, wird es mit einem kleinen Anker aus Titan an diesem fixiert und wächst in Regel innerhalb von etwa sechs Wochen wieder fest am Knochen an. Wenn ein größeres Knochenstück zusammen mit dem Band abgerissen ist, erfolgt eine Fixierung des ausgerissenen Knochen-Bandstücks statt mit einem Anker mit einer kleinen Schraube oder einem Draht.

Nach der Operation wird die Wunde schichtweise verschlossen und die Haut genäht. Am Ende erfolgt noch das Anlegen einer Gipsschiene. In diese ist der Daumen mit eingeschlossen, so dass eine Bewegung des betroffenen Gelenks nicht möglich ist.

Im Allgemeinen kann der Eingriff an einem Skidaumen ambulant und mit einer lokalen Betäubung vorgenommen werden. Dabei wird in den meisten Fällen die so genannte Plexus-Anästhesie des Armes durchgeführt. Bei dieser Narkosemethode wird ein Betäubungsmittel in die großen Nervenbahnen im Bereich der Achselhöhle injiziert. Nach etwa 30 Minuten sind der Arm und die Hand gefühllos und nicht mehr aktiv beweglich, so dass mit dem Eingriff begonnen werden kann.

Manche Patienten können auf Wunsch zusätzlich mit einer kurzen Schlafnarkose ruhiggestellt werden. Bei bestimmten Allgemeinerkrankungen, besonderen Komplikationen oder Problemen an der Hand ist für den Eingriff eher eine stationäre Behandlung zu empfehlen. Dies ist auch der Fall, wenn der Patient zuhause nicht ausreichend versorgt werden kann. Der stationäre Aufenthalt dauert im Normalfall nicht länger als zwei bis drei Tage.

Skidaumen Symptome

Bei einer Skidaumen Verletzung treten verschiedene Symptome auf, die Hinweise auf die genaue Art und Schwere der Bänderverletzung liefern. Bereits beim Auftreten der Verletzung spüren viele Betroffene ein

  • Knacken im Daumen,

welches oft auch als solches hörbar ist. Dieses entsteht beim Reißen des seitlichen Bandes und geht mit einem

  • heftig einschießenden Schmerz

einher. Kurze Zeit später treten im Bereich des betroffenen Daumengelenks eine

  • Schwellung und ein Hämatom

(Bluterguss auf). Diese sind durch die Verletzung des inneren Gewebes im Rahmen des Bänderanrisses oder -abrisses bedingt. Die Betroffenen klagen über deutliche Schmerzen im gesamten betroffenen Bereich.

Weiterhin lässt sich der Daumen in der Regel nicht mehr oder nur noch

  • sehr eingeschränkt bewegen,

vor allem ein kräftigeres Greifen und Zudrücken sind nicht mehr möglich, und diese Bewegungen verstärken den Schmerz deutlich. Wenn das Seitenband ganz gerissen ist, fehlt dem Daumengrundgelenk ein seitlicher Halt und es wird als Folge instabil. Dies äußert sich darin, dass sich der Daumen ungewöhnlich weit zur Seite wegklappen lässt. Wenn beim Wegklappen des Daumens ein Winkel von mehr als 30 Grad im Vergleich zur nicht verletzten Seite möglich ist, handelt es sich hierbei um ein sicheres Zeichen für einen Komplettriss des Seitenbandes.

Skidaumen: Die klinische Einteilung

Insgesamt lässt sich sich bei einer Skidaumen Verletzung je nach Schwere und Typus eine klinische Einteilung in vier verschiedene Stadien vornehmen.

  • Im Stadium 1 liegt eine Verstauchung mit kleineren Faserrissen des Seitenbandes vor. In einem solchen Fall wird auch von einer Distorsion gesprochen.
  • Im Stadium 2 handelt es sich um einen kompletten Riss des Bandes, was auch als Ruptur bezeichnet wird.
  • Im Stadium 3 ist ein knöcherner Ausriss des Bandes vorhanden, dieses ist also mit einem Stück vom Knochen abgerissen.
  • Im Stadium 4 ist das gesamte Daumengrundgelenk mit ausgekugelt. Man spricht in einem solchen Fall auch von einer Luxation des Gelenks.

Eine besondere Form des Skidaumens liegt bei der so genannten Stener Läsion vor. Dabei schlägt ein Teil des Bandrestes vom Seitenband gegen den Rand einer Sehnenplatte oder wird von dieser verdeckt. In einem solche Fall ist ohne einen operativen Eingriff keine anatomische Heilung möglich, da sich die Enden des gerissenen Seitenbandes einander nicht von selbst nähern und zusammenwachsen können.

Generell kann das Seitenband des Daumens an drei verschiedenen Stellen reißen. Eine Möglichkeit ist die so genannte interligamentäre Ruptur, bei welcher sich der Riss in der Mitte des Bandes befindet. Es kann aber auch ein basisnaher Riss vorliegen. Dieser befindet sich zum Ende des Bandes hin in Richtung Handgelenk. Von einer distalen Ruptur spricht man bei einem Riss in Richtung des Daumens.

Neben dem inneren Seitenband des Daumens können sowohl das äußere Seitenband als auch das auf der Beugeseite des Daumens liegende knorpelige Band durch eine Überdehnung und Überbelastung einreissen oder ganz reissen. In solchen Fällen treten ganz ähnliche Symptome wie beim klassischen Skidaumen auf und der Daumen lässt sich völlig unnatürlich bewegen, da das jeweilige Gelenk instabil wird. Der Riss der äußeren Seitenbands tritt jedoch im Vergleich zum Riss des inneren Bandes beim Skidaumen wesentlich seltener auf. Im Allgemeinen liegt das Verhältnis zwischen den beiden Verletzungen etwa bei zehn zu eins.

Operierter Skidaumen – die Nachsorge

Operierter Skidaumen

Bei einem frisch operierten Skidaumen erfolgt eine Ruhigstellung per Gipsschiene über etwa zwei Wochen. Alle Daumengelenke bis auf das Endgelenk werden mit dieser ruhiggestellt. Nach dem Entfernen der Fäden kann dann eine abnehmbare Schiene oder eine Orthese für die weitere Ruhigstellung verwendet werden.

Für die Inspektion und Versorgung der Wunde wird in den Tagen nach der Operation normalerweise alle zwei bis drei Tage der Gipsverband erneuert. Nach der Entfernung der Fäden sollte die Narbe zur Unterstützung der Heilung in den ersten Monaten nach der OP mehrere Male am Tag mit einer fetthaltigen Creme eingerieben werden. So wird auch ein überschießendes, wulstiges Wachstum des Gewebes mit Spannungen und Schmerzen verhindert.

Eine krankengymnastische Nachsorgebehandlung ist immer dann nötig, wenn der operierte Patient den verletzten Daumen nach Abnehmen der Gipsschiene im Alltag kaum einsetzt und insgesamt stärkere Bewegungseinschränkungen zurückbleiben als erwartet. Eine tägliche eigenständige Bewegungstherapie in warmem Wasser wird generell für mindestens sechs Wochen empfohlen.

Im Falle einer zusätzlich stattfindenden krankengymnastischen Therapie sollte darauf geachtet werden, dass diese in keinem Fall zu Schmerzen oder Schwellungen in der Hand führen darf. Eine zu harte Übungsbehandlung ist für die Heilung und das Wiedererlangen der Beweglichkeit generell nicht produktiv und kann zu Schmerzen und Schwellungen führen. Im Normalfall muss die operierte Hand bei einer Skidaumen Verletzung Schritt für Schritt über den Verlauf von mehreren Wochen wieder an die alltäglichen normalen Belastungen herangeführt und gewöhnt werden. Eine volle Belastbarkeit auch bei sportlichen Aktivitäten ist in der Regel aber erst nach mindestens drei bis vier Monaten wieder gegeben.

Skidaumen Komplikationen

Das Risiko bei der operativen Behandlung eines Skidaumens ist bei einer konsequenten Nachsorge und zeitnahem Eingriff relativ gering. Mehr als 95% aller operierten Gelenke werden durch die chirurgische Versorgung dauerhaft stabil. Komplikationen und Risiken bestehen vor allem in möglichen Infektionen. Diese können sich in einem erneuten Auftreten von Schmerzen mit Schwellungen und Rötung im Operationsbereich äußern. In einem solchen Fall ist es nötig, dass die Wunde wieder geöffnet und die Infektion ausgeräumt wird. Auch eine medikamentöse Behandlung durch Antibiotika kann unter Umständen nötig werden.

Bei manchen Eingriffen kann es auch zu einer Verletzung eines kleinen Hautnerven im Gebiet der Operation kommen. Als Folge entsteht eine Art Druckstelle mit Verlust des Hautgefühls und gleichzeitig punktförmig auftretenden, einschießenden Schmerzen. An der Stelle der Nervenschädigung bildet sich eine knotenartige Verdickung, die zu den beschriebenen Gefühlsstörungen führt.

Skidaumen tapen

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Generell kann man einem Skidaumen nur schwer vorbeugen, da er in der Regel eine unfallbedingte Verletzung darstellt. Allerdings besteht die Möglichkeit, das Daumen Grundgelenk beim Ausüben von bestimmten Sportarten durch einen festen Tapeverband zu schützen und so einer Überdehnung des inneren Seitenbandes vorzubeugen bzw. diese abzumildern. Das Tapen kann auch eine sinnvolle Maßnahme darstellen, wenn man bereits einmal eine Skidaumen Verletzung erlitten hat. Auch im Rahmen einer medizinischen Erstversorgung am Unfallort kann man das Gelenk mit einem Verband aus Tape übergangsweise stabilisieren und ruhigstellen.

Allerdings sollte man dabei vorsichtig vorgehen und eine Verstärkung der Schmerzen möglichst vermeiden. Ein Tapeverband gehört auch bei einem akuten Skidaumen zur konservativen Therapie. Diese wird angewandt, wenn ein Skidaumen im Stadium 1 vorliegt, also das Band angerissen oder überdehnt ist. Ebenso kann beim knöchernen Abriss mit intaktem Band konservativ behandelt werden. Generell wird beim Anlegen des Tapeverbandes an der Innenfläche der Hand begonnen und ein ca. 3-4 cm breites Tape fest über die Handkante und den Handrücken einmal oberhalb des Daumensattelgelenks um die Hand geführt. Dann erfolgt die Führung des Tapes einmal unterhalb des Daumensattelgelenks über den Handrücken und die Handinnenfläche, wobei sich die beiden Zügel des Tapes kreuzen.

Das Gelenk ist nun ober- und unterhalb durch das Tape geschützt. Das Ende des Tapes wird vorsichtig um das Ende des Daumens gelegt, wobei der Daumennagel frei bleibt. Nun kann für die weitere Stabilisierung ein zweites, etwa 2cm breites Tape verwendet werden. Generell sollte bei einem Tapeverband immer auf eine möglichst schmerzfreie Stellung des Daumengelenks geachtet werden. Bei starken Schwellungen und Blutergüssen ist ein Tapeverband nicht anzuraten, ebensowenig bei offenen Verletzungen, die eine Wundversorgung erforderlich machen.

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