Skidaumen

Alles Wissenswerte über den Skidaumen

Nachsorge

Operierter Skidaumen – die Nachsorge

Bei einem frisch operierten Skidaumen erfolgt eine Ruhigstellung per Gipsschiene über etwa zwei Wochen. Alle Daumengelenke bis auf das Endgelenk werden mit dieser ruhiggestellt. Nach dem Entfernen der Fäden kann dann eine abnehmbare Schiene oder eine Orthese für die weitere Ruhigstellung verwendet werden. Für die Inspektion und Versorgung der Wunde wird in den Tagen nach der Operation normalerweise alle zwei bis drei Tage der Gipsverband erneuert. Nach der Entfernung der Fäden sollte die Narbe zur Unterstützung der Heilung in den ersten Monaten nach der OP mehrere Male am Tag mit einer fetthaltigen Creme eingerieben werden. So wird auch ein überschießendes, wulstiges Wachstum des Gewebes mit Spannungen und Schmerzen verhindert.

Eine krankengymnastische Nachsorgebehandlung ist immer dann nötig, wenn der operierte Patient den verletzten Daumen nach Abnehmen der Gipsschiene im Alltag kaum einsetzt und insgesamt stärkere Bewegungseinschränkungen zurückbleiben als erwartet. Eine tägliche eigenständige Bewegungstherapie in warmem Wasser wird generell für mindestens sechs Wochen empfohlen. Im Falle einer zusätzlich stattfindenden krankengymnastischen Therapie sollte darauf geachtet werden, dass diese in keinem Fall zu Schmerzen oder Schwellungen in der Hand führen darf. Eine zu harte Übungsbehandlung ist für die Heilung und das Wiedererlangen der Beweglichkeit generell nicht produktiv und kann zu Schmerzen und Schwellungen führen. Im Normalfall muss die operierte Hand bei einer Skidaumen Verletzung Schritt für Schritt über den Verlauf von mehreren Wochen wieder an die alltäglichen normalen Belastungen herangeführt und gewöhnt werden. Eine volle Belastbarkeit auch bei sportlichen Aktivitäten ist in der Regel aber erst nach mindestens drei bis vier Monaten wieder gegeben.

Skidaumen Komplikationen

Das Risiko bei der operativen Behandlung eines Skidaumens ist bei einer konsequenten Nachsorge und zeitnahem Eingriff relativ gering. Mehr als 95% aller operierten Gelenke werden durch die chirurgische Versorgung dauerhaft stabil. Komplikationen und Risiken bestehen vor allem in möglichen Infektionen. Diese können sich in einem erneuten Auftreten von Schmerzen mit Schwellungen und Rötung im Operationsbereich äußern. In einem solchen Fall ist es nötig, dass die Wunde wieder geöffnet und die Infektion ausgeräumt wird. Auch eine medikamentöse Behandlung durch Antibiotika kann unter Umständen nötig werden. Bei manchen Eingriffen kann es auch zu einer Verletzung eines kleinen Hautnerven im Gebiet der Operation kommen. Als Folge entsteht eine Art Druckstelle mit Verlust des Hautgefühls und gleichzeitig punktförmig auftretenden, einschießenden Schmerzen. An der Stelle der Nervenschädigung bildet sich eine knotenartige Verdickung, die zu den beschriebenen Gefühlsstörungen führt.

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