Skidaumen

Alles Wissenswerte über den Skidaumen

Skidaumen Symptome

Skidaumen Symptome

Bei einer Skidaumen Verletzung treten verschiedene Symptome auf, die Hinweise auf die genaue Art und Schwere der Bänderverletzung liefern. Bereits beim Auftreten der Verletzung spüren viele Betroffene ein Knacken im Daumen, welches oft auch als solches hörbar ist. Dieses entsteht beim Reißen des seitlichen Bandes und geht mit einem heftig einschießenden Schmerz einher. Kurze Zeit später treten im Bereich des betroffenen Daumengelenks eine Schwellung und ein Hämatom (Bluterguss auf). Diese sind durch die Verletzung des inneren Gewebes im Rahmen des Bänderanrisses oder -abrisses bedingt. Die Betroffenen klagen über deutliche Schmerzen im gesamten betroffenen Bereich.

Weiterhin lässt sich der Daumen in der Regel nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt bewegen, vor allem ein kräftigeres Greifen und Zudrücken sind nicht mehr möglich, und diese Bewegungen verstärken den Schmerz deutlich. Wenn das Seitenband ganz gerissen ist, fehlt dem Daumengrundgelenk ein seitlicher Halt und es wird als Folge instabil. Dies äußert sich darin, dass sich der Daumen ungewöhnlich weit zur Seite wegklappen lässt. Wenn beim Wegklappen des Daumens ein Winkel von mehr als 30 Grad im Vergleich zur nicht verletzten Seite möglich ist, handelt es sich hierbei um ein sicheres Zeichen für einen Komplettriss des Seitenbandes.

Skidaumen: Die klinische Einteilung

Insgesamt lässt sich sich bei einer Skidaumen Verletzung je nach Schwere und Typus eine klinische Einteilung in vier verschiedene Stadien vornehmen. Im Stadium 1 liegt eine Verstauchung mit kleineren Faserrissen des Seitenbandes vor. In einem solchen Fall wird auch von einer Distorsion gesprochen. Im Stadium 2 handelt es sich um einen kompletten Riss des Bandes, was auch als Ruptur bezeichnet wird. Im Stadium 3 ist ein knöcherner Ausriss des Bandes vorhanden, dieses ist also mit einem Stück vom Knochen abgerissen. Im Stadium 4 ist das gesamte Daumengrundgelenk mit ausgekugelt. Man spricht in einem solchen Fall auch von einer Luxation des Gelenks.

Eine besondere Form des Skidaumens liegt bei der so genannten Stener Läsion vor. Dabei schlägt ein Teil des Bandrestes vom Seitenband gegen den Rand einer Sehnenplatte oder wird von dieser verdeckt. In einem solche Fall ist ohne einen operativen Eingriff keine anatomische Heilung möglich, da sich die Enden des gerissenen Seitenbandes einander nicht von selbst nähern und zusammenwachsen können. Generell kann das Seitenband des Daumens an drei verschiedenen Stellen reissen. Eine Möglichkeit ist die so genannte interligamentäre Ruptur, bei welcher sich der Riss in der Mitte des Bandes befindet. Es kann aber auch ein basisnaher Riss vorliegen. Dieser befindet sich zum Ende des Bandes hin in Richtung Handgelenk. Von einer distalen Ruptur spricht man bei einem Riss in Richtung des Daumens.

Neben dem inneren Seitenband des Daumens können sowohl das äußere Seitenband als auch das auf der Beugeseite des Daumens liegende knorpelige Band durch eine Überdehnung und Überbelastung einreissen oder ganz reissen. In solchen Fällen treten ganz ähnliche Symptome wie beim klassischen Skidaumen auf und der Daumen lässt sich völlig unnatürlich bewegen, da das jeweilige Gelenk instabil wird. Der Riss der äußeren Seitenbands tritt jedoch im Vergleich zum Riss des inneren Bandes beim Skidaumen wesentlich seltener auf. Im Allgemeinen liegt das Verhältnis zwischen den beiden Verletzungen etwa bei zehn zu eins.

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